Ein Abstieg und ein Regiocup-Sieg
Und schon ist die Volleyballsaison 2025/2026 Geschichte: Im Grossen und Ganzen war es für den VBC Einsiedeln eine erfolgreiche Spielzeit.
Patrizia Baumgartner
Traditionellerweise dauert die Volleyballsaison von September bis März. Deshalb ist es nun Zeit, sich einen Überblick über die Leistungen der Aktiv- und Juniorenteams des VBC Einsiedeln zu verschaffen, auch wenn das Damen Plausch ihren allerletzten Match erst in der laufenden Woche spielt.
Die Vereinsführung hat im Laufe der Spielzeit mehrere grosse Heimspieltage organisiert: Mitte Dezember gab es ausser spannenden Spielen auch einen Pastaplausch, zu dem sich über 80 Personen angemeldet hatten. Am letzten Heimspieltag in der Sporthalle von Mitte März gab es ausser eines Hitchcock-Finals um den Meistertitel der 2. Liga (dazu später) auch noch Feines vom Grill und ein Salatbuffet.
Auf den vorderen Rängen platziert
Werfen wir einen genaueren Blick auf die einzelnen Mannschaften. Von den acht Aktivteams spielen vier (je zwei Damen- und zwei Herrenteams) in der 2. Liga, der höchsten Regionalliga des Zürcher Volleyballverbandes.
Das Herren 1 war letztes Jahr Ligameister, in der zweiten Saison in der 2. Liga platzierten sie sich schlussendlich auf dem dritten Schlussrang. Sie holten sich aus 18 Spielen 35 Punkte, darunter zwölf Siege. Das letzte Saisonspiel gegen Wiedikon konnten sie gewinnen. Die ersten zwei Plätze der Liga machten die Voléro Legends und Wetzikon unter sich aus.
Das Herren 2 reihte sich auf dem vierten Tabellenrang ein, nur einen einzigen Punkt hinter dem Einsiedler Herren 1. Sie holten sich in 18 Spielen insgesamt elf Siege. Im letzten Spiel gab Passeur Marco Bianchi nach einer Verletzungspause sein Comeback und sicherte den Einsiedlern die letzten drei Punkte. Jeweils zu Saisonstart treten die beiden Ligagleichen Mannschaften desselben Vereins gegeneinander an: Hier kristallierte sich kein eindeutiger Favorit heraus: Am 13. Dezember gab es ein 3:0 fürs Herren 2, zu Saisonstart war es genau umgekehrt gewesen.
Wechsel in die 4. Liga: Das Herren 3 spielte sich im letzten Match gegen Tabellenführer Limmattal eine äusserst knappe 2:3-Niederlage heraus. Sie beenden ihre erste Saison in der 4. Liga zufrieden auf dem 3. Tabellenplatz, weiter so.
Das Herren Plausch holte sich erneut den Ligameristertitel in der Zürimeisterschaft. Das war nicht immer klar: Noch im Januar mussten die Einsiedler gegen Innova zum Spitzenkampf antreten. Die Pläuschler holten sich jedoch den Sieg im entscheidenden fünften Satz und grüssten seit dann von der Tabellenspitze – mit nur einer einzigen Niederlage aus 14 Spielen auch äusserst verdient.
Leistungen können sich sehen lassen
Die beiden Einsiedler 2. Liga-Damenmannschaften schenkten sich in der Meisterschaft gegenseitig nichts: Im ersten Vereinsderby Mitte Oktober gewann das junge Einsiedler Damen 1 deutlich mit 3:1. Vor der Weihnachtspause revanchierten sich jedoch die «Goldies» vom Damen 2 und besiegten das Fanionteam klar mit 3:0.
In der Meisterschaft reichte es dem Damen 1 gleich in der ersten Saison in der 2. Liga äusserst knapp nicht zum Ligameistertitel: das letzte Spiel gegen Kanti Limmattal musste entscheiden: Hauchdünn gewannen die Zürcherinnen (3:2) und holten sich so den ersten Rang, knapp dahinter die Einsiedlerinnen mit 32 Punkten (14 Spiele, 10 Siege). Auf dem dritten Rang lag Rüschlikon und dann auf Platz vier (mit 22 Punkten) das Einsiedler Damen 2: Die Saison der «Goldies» war ein auf und ab, im Ganzen jedoch positiv, vor allem die zweite Saisonhälfte: Im Januar besiegte man zuerst Rüschlikon in der Meisterschaft, damals noch Tabellenleader, dazu im Regio-Cup Halbfinal gleich noch einmal. Das Finalspiel gegen Voléro gestalteten die Einsiedlerinnen ebenfalls siegreich und dürfen sich deshalb ein Jahr lang Zürcher Cupsiegerinnen nennen.
Weniger erfreulich verlief die Saison beim Damen 3: Am 13. März spielten sie ihr vorerst letztes Spiel in der 4. Liga. Sie sind leider direkt abgestiegen. «Wir tagen den Abstieg mit Fassung», liessen sie kurz darauf im Vereinschat verlauten. Dazu hatten sie auch das letzte Spiel mit ihrem langjährigen Coach Christian Häfliger und suchen jetzt einen Ersatz.
Das Damen Plausch war in der Easy-League der Züri-Meisterschaft unterwegs. Das Leistungsniveau der neun teilnehmenden Mannschaften war sehr unterschiedlich: Nach der Vorrunde wurde entschieden, die Rückrunde in zwei Gruppen auszutragen (Gruppe A: Ränge 1 bis 5, Gruppe B: Ränge 6 bis 9). Leider verloren die Einsiedlerinnen unter Trainerin Irmgard Rey mehrere Spiele sehr knapp und belegten den 6. Platz, womit sie in der Rückrunde in der Gruppe B antreten mussten. Auch wenn das letzte Spiel des Damen Plausch erst am 8. April stattfindet, steht bereits jetzt fest, dass sie die Saison ebenfalls auf dem 6. Schlussrang abschliessen werden.
Junioren von Kids bis U23
Die Juniorinnen U23 (1. Liga) spielten eine gute Saison: Sie holten sich den zweiten Rang von neun Mannschaften und erspielten sich in 16 Partien insgesamt 13 Siege. Coach Barbara Ochsner ist zufrieden mit der abgelaufenen Saison, wird sich aber auf kommende Saison hin aus dem Traineramt zurückziehen, um sich vermehrt auf die anfallenden Arbeiten als Co-Vereinspräsidentin zu fokussieren.
Auch das Junioren U20 blickt auf eine erfolgreiche und lehrreiche Saison zurück. «So war die Trainingspräsenz sehr gut und alle Spieler zeigten sich stets motiviert und engagiert», lobt Coach Patrick Halter. Dazu konnten auch Junioren aus den jüngeren Kategorien ins Training integriert werden. Die Resultate spiegelten die erfolgreiche Trainingsarbeit wider: An den Spieltagen in Otelfingen und Einsiedeln konnte das Team mit starken Leistungen überzeugen.
Die Juniorinnen U18 und Junioren U18 waren im letzten Jahr zwei sehr kleine Gruppen, die selber nicht in der Meisterschaft antraten, sondern einfach trainiert haben. Die Spielerinnen und Spieler kamen in der Meisterschaft jedoch in anderen Altersgruppen zum Einsatz.
Die Juniorinnen U16 von Coach Simon Birchler wussten wegen der Einführung der neuen Jugendkategorien (smart competition) zuerst nicht, an welchen Turnieren sie überhaupt teilnehmen können. Im November war es aber so weit und der erste von sechs Spieltagen stand bevor. In der sehr ausgeglichenen 6:6-Kategorie «Anfänger» gewannen die Einsiedlerinnen rund die Hälfte aller Spiele. Weiter so!
Auch bei den U16 Jungs wurde auf letzte Saison auf das Format «smart competition» umgestellt, d.h. die Teams treten in den Kategorien «Rookie» oder «Future» an. Ausserdem spielten sie in der Region GSGL. «Die Teilnahme war sehr erfolgreich», bilanziert Coach Ramona Husi. Bei den Jungs gab es vor allem vierer-Mannschaften, die den Grundstein für das spätere 6er-Format legen. Die U14 Jungs spielten ausserdem im Zürcher Regionalverband die Qualifikation für die Schweizermeisterschaften, konnten sich dort aber knapp nicht durchsetzen. (Es kann nur ein Team pro Verband an der SM teilnehmen.).
Die Jüngsten Volleyballerinnen und Volleyballer im «Kids Volley» hatten erneut sehr grossen Zulauf: Im Ganzen spielen dort rund 50 Kinder in den Stufen Kids1, Kids 2 und Rookie 1 mit. Es fanden für alle mehrere Turniertage statt, gibt jedoch keine Resultate oder eine Rangliste, da nichts notiert wird. «Die Kids machen unter dem Jahr sehr grosse Fortschritte, vor allem an den Turnieren», lobt Coach Muriel Schönbächler. Der Höhepunkt war ein Spieltag in Einsiedeln mit total 40 Nachwuchsteams in diversen Niveaus, davon aus Einsiedeln ganze zehn (!) Mannschaften. Die Einsiedler Volleyballzukunft scheint soweit gesichert.
Am kommenden Wochenende findet mit den Volleyball-Kantonalmeisterschaften in Einsiedeln ein hoffentlich würdiger Abschluss der letzten Spielzeit statt. Dazu mehr in der Freitagsausgabe.


