Bildlegende: Die frisch gebackenen Züri-Cupsiegerinnen aus dem Kanton Schwyz freuen sich über ihren Erfolg. Getränke gab es vom Verband, nur der eigentlich «Cup» fehlt noch.
Hinten v.l.: Nicole Stäheli, Patrizia Baumgartner, Joelle Stebler, Eveline Schlegel, Ramona Husi.
Vorne v.l.: Marion Kälin, Michèle Kolb, Flavia Kälin, Livia Hurschler.
Foto: zvg
Volleyballfest in Wetzikon: Anlässlich der «Finalissima» des Zürcher Regiocups spielte das Einsiedler Damen 2 gegen Volèro 2 und holte sich den Sieg.
Patrizia Baumgartner
Am Samstagabend war die Halle der Kanto Wetzikon bereits gut gefüllt. Voléro hatte einige Schlachtenbummler generiert, da sich nicht nur die Damen, sondern auch die Herren des wohl grössten Zürcher Volleyballclubs ins Final des Züricups gespielt hatten. Aber auch die Einsiedlerinnen durften einige Fans auf ihrer Seite zählen, sogar mit Pauke und Glocke.
Die Gegnerinnen kennen sich bereits aus der 2. Liga Meisterschaft, in den Begegnungen der vergangenen Saison resultierte sowohl für die Einsiedlerinnen wie auch die Zürcherinnen von Voléro je ein Sieg. Der Ausgang des Finalspiels war also offen. Auch betreffend Kaderstärke traten die Klosterdörflerinnen wie schon die gesamte Saison mit kleiner aber feiner Auswahl von acht Spielerinnen an, während die Gegnerinnen das Maximum fast ausreizten und mit 13 Spielerinnen praktisch jede Position doppelt belegt hatten.
Voléro legte dann auch im Spiel los wie die Feuerwehr und begann mit starken Services. Die Einsiedlerinnen waren leicht überfordert, entschieden dann aber beim Stand von 13:19, dass sie erstens nichts zu verlieren haben und sich zweitens auch nicht zu verstecken brauchen. Somit setzten sie zu einer regelrechten Aufholjagd an: Eveline Schlegel servierte, was das Zeug hielt und Punkt um Punkt kamen die Einsiedlerinnen den Zürcherinnen näher. Sie erspielten sich sogar einen Satzball. Voléro behielt jedoch die besseren Nerven und entschied den ersten Satz nach genau einer halben Stunde 28:26 für sich.
Punkte aufs eigene Konto
Die Einsiedlerinnen hatten jedoch Lunte gerochen und ihr Selbstvertrauen wieder gefunden. Dementsprechend stark begannen sie den zweiten Umgang und lagen immer einige Punke vorne. Dank kompakter Leistung in der Verteidigung, am Block und am Angriff klappte das Spiel wie am Schnürchen und der zweite Satz ging aufs Konto der Einsiedlerinnen.
Auch wenn der Spielstand wieder ausgeglichen war, zeigte Voléro in der Folge, warum auch sie im Cupfinal standen: Mit grossem Druck zwangen sie das Glück wieder auf ihre Seite, schnell stand es 6:12 aus Sicht von Einsiedeln. Dagegen wehrte sich jedoch Flavia Kälin mit ihren starken Services und glich den Spielstand fast in Eigenregie wieder aus. Dies stärkte die Moral der Einsiedlerinnen und sie holten sich den zweiten Satz auf ihr Konto.
Aufholjagd geglückt
Nun galt es den Sack zuzumachen: Aber auch in Satz vier verschliefen die Einsiedlerinnen den Start und mussten sich erneut an die Aufholjagd machen. Hier generierte vor allem Ramona Husi viel Druck am Service und Livia Hurschler verwandelte die Bälle am Netz, während Libera Michèle Kolb jeden Ball verteidigte. So holte man sich bald mehrere Matchbälle. Gleich den ersten blockte Flavia Kälin sehenswert. Nach zwei Stunden Spielzeit war also der erste Einsiedler Sieg im Zürcher Regiocup Tatsache. Die Freude bei den «Goldies» war riesig, wenn sie denn auch den gewonnenen «Pokal» etwas vermissen. Alles in allem war es ein äusserst sehenswerter Saisonabschluss.
Matchtelegramm
Züri Cupfinal Damen:
VBC Einsiedeln D2 - VBC Voléro Zürich 2 - 3:1 (26:28, 25:22, 25:22, 25:20)
Es spielten: Ramona Husi, Livia Hurschler, Michèle Kolb, Patrizia Baumgartner, Flavia Kälin, Eveline Schlegel, Joelle Stebler, Marion Kälin. Coach: Nicole Stäheli.